Textversion

Suchen nach:

Auch das noch? Ein neues Lernfach? Wir müssen so viel neues Wissen lernen, wofür brauchen wir in der modernen Welt, für unser heutiges Leben das alte Wissen der Philosophie? Gerade das alte Wissen der Philosophie ist für uns immer noch interessant und informativ, weil das nicht nur Fachphilosophen verstehen und weil sich das auswirkt bis in unser heutiges Wissen und Denken. Anscheinend sind die Anfänge der Philosophie bis hin zur klassischen alten Philosophie wirklich Philosophie für alle. Die bis heute über Jahrhunderte - fast über Jahrtausende - bekannt gebliebenen alten Philosophen waren noch keine Fachphilosophen, sondern erste Lehrer des Volkes, tüchtige Lehrer des Volkes. In ihrer pädagogischen Tüchtigkeit haben sie mit einer sorgfältigen, verständlichen Sprache dem Volk geholfen mitzudenken und auch mitzusprechen und so geistig zu erwachen und geistig erwachsener zu werden. Das waren die Anfänge davon, dass einfache Menschen des Volkes geistig bereichert wurden, dass es für Menschen mit einem Alltag voller harter Mühsal, für Menschen in vielfacher Bedrohung und Existenznot ein Hauch vom Glück des geistigen Lebens gab.

Wo gibt es jetzt Philosophie für alle als geistige Bereicherung für alle, als Glück des geistigen Lebens? Sind das Andeutungen für eine romantische Philosophie oder gar Erwartungen für Romantik mit der Philosophie? Wäre das so verkehrt, wenn in den immer noch harten Alltag von Milliarden Menschen ein Hauch vom Glück des geistigen Lebens durch die Philosophie käme? Soll die Philosophie Dienerin des Glückes der Menschen werden? Das wäre schön! Ist das ernst gemeint? Ja, sehr ernst? Was hat das für einen Sinn? Einen humanen Sinn! Es ist höchste Zeit, dass für die Milliarden Menschen, die mit dem geistigen Glück immer noch zu kurz kommen, mehr geboten wird von all den Möglichkeiten geistigen Lebens, geistigen Glückes.

Oder soll es das Glück des geistigen Lebens nur als akademischen Luxus geben? Was wird dann daraus: Überdruss, Pessimismus, sogar der Ekel wurde schon scheinphilosophisch proklamiert als "Grunderfahrung", als "existentielles Erlebnis". Wie soll dabei ein Lichtblick von geistigem Reichtum, von geistigem Leben in die harte Mühsal des Alltags von Milliarden Menschen kommen? Ist das zu viel verlangt: Philosophie für alle, Lichtblicke vom geistigen Reichtum - für alle, Beteiligung am Glück des geistigen Lebens für alle? Soll Philosophie dafür zuständig sein? Nicht nur, aber auch! In der Philosophie geht es doch um den Reichtum der Weisheit? Dürfen wir hoffen, dass es durch mehr Weisheit mehr Glück für uns Menschen geben wird?

Wissen ist schon ein großer geistiger Reichtum. Human gesehen, ist Wissen mehr als nur berufliche Ausbildung, Wissen ist geistiger Reichtum für alle Menschen, um Freude zu haben am Reichtum der großen Wirklichkeit. Der Reichtum der großen Wirklichkeit ist so unerschöpflich groß, dass es davon genug geistigen Reichtum für alle gibt, dass es davon durch Lernen und Wissen geistige Freude für alle geben kann. Und der geistige Reichtum der Weisheit durch Philosophie für alle könnte zur Quelle von Lebensfreude werden bei Milliarden in geistiger Armut - und leider auch in sozialer Armut. Kann es das geben: Hilfen für das Lernen - auch durch Philosophie für alle - als notwendiger humaner Dienst für die Rettung von Milliarden Menschen in geistiger Verarmung? Dürfen wir das hoffen? Lernmöglichkeiten für alle können zur Lernfreude für alle werden - auch durch Philosophie für alle.