Textversion

Suchen nach:

Woher kommt das alles? Wie konnte das alles so werden, wie es jetzt ist? Diese Fragen gibt es bei den Menschen vermutlich schon viele Jahrtausende. Die Antworten darauf waren in der Vergangenheit wie eine umfangreiche Geschichte der menschlichen Fantasie. Wir modernen Menschen wissen, wie das ging, wie das werden konnte. Dafür haben wir die Evolutionstheorie, die Deszendenztheorie, den Darwinismus, den Lamarckismus. Wie viele von den Milliarden Menschen haben diese Wörter schon gehört? Sind das vielleicht doch nur einige Millionen? Gibt es solches Wissen immer noch meist für bestimmte Schichten? Gehört das zum Orientierungswissen moderner Menschen? Im 20. Jahrhundert war es schon so bekannt, dass es zur weltweiten Orientierung werden konnte. Aber leider blieben viele Menschen bis heute, bis hinein ins 21. Jahrhundert sogar Analphabeten. Also können jetzt noch immer viele Menschen nicht einmal die Tageszeitung lesen und solche Wörter kaum nachsprechen wie Deszendenztheorie, Evolutionstheorie.

Im 20. Jahrhundert gab es für Orientierung durch Bildung einen Ersatz: die ideologische Propaganda! Angefangen hat das schon im 19. Jahrhundert. Oder wie lange vorher wurden die Völker mit dem oberflächlichen Wissen der Wortführer in geistigem Elend gelassen? Wahrscheinlich weiß auch jetzt die Mehrheit der Menschen noch nichts von Evolutionstheorie, von Deszendenztheorie und noch manches andere. Ist solches Wissen immer noch ein Luxus vielleicht für einige Millionen der Milliarden Menschen? Wenn es solches Wissen gibt, woher alles kommt und wie das alles so werden konnte, müsste es doch ein allgemeines Menschenrecht sein, dass jeder darüber informiert wird, dass jeder darüber mitdenken lernt, weil wir als Menschen Orientierung suchen und brauchen. Wird es im 21. Jahrhundert einen Zugang zum geistigen Reichtum humaner Bildung für alle geben? Gehört auch das zur humanen Bildung: Woher alles kommt? Wie das alles so werden konnte, wie es jetzt ist? Wir Menschen brauchen Orientierung, um unser Leben human zu verwirklichen.

Wissen ist für die Menschen da, eben für das Lernen der Menschen, für die Orientierung der Menschen. Was nützt das Wissen in riesigen Bibliotheken, im weltweiten Internet, wann das meiste davon über die Köpfe der Milliarden Menschen geht und nur in einige Millionen Köpfe von mehr oder minder Begünstigten kommt. Was einigen Millionen gut tut, sollte es doch für die Mehrheit der anderen, für die Milliarden auch geben. Bisher waren Generationen und Völker in der Wüste geistiger Armut. Da und dort gab es Oasen des sozialen und des kulturellen Reichtums. Von diesen Oasen kam vieles in die Bibliotheken, von diese Oasen kommt vieles vom modernen Wissen.
Manche meinen, dass die Wüste der kulturellen, der geistigen Armut wächst. Und wie ist es mit dieser Hoffnung: Die reiche und schöne Erde ist uns von Gott, vom Himmel als menschenfreundliche Heimat für alle gegeben, also nicht nur als luxuriöse Oasen für einige Millionen und sonst als Wüste für die übrigen Milliarden. Den Reichtum des geistigen Lebens kann es jetzt überall und für alle geben, nicht nur in akademischen Palästen, nicht nur in Salons der Begünstigten. Alle sind begabt mitzudenken, woher wir kommen, woher das alles kommt, wie das alles so werden konnte, wie es jetzt ist. Was bisher einige als Vordenker für alle dachten, reichte anscheinend für den Bildungsbetrieb der wenigen Millionen. In der Begabung der Milliarden Menschen ist ein geistiger Reichtum, der als Milliarden Saat zur Milliarden Ernte werden kann. Vielleicht kommt so zum modernen Wissen das große humane Wissen, mit dem wir auch Wege zum großen humanen Glauben finden.