71: Weltall

Jetzt wissen wir es: Der Sternenhimmel ist das Weltall. Unsere Erde bewegt sich mit den anderen Planeten um die Sonne und mit der Sonne in der Milchstraße, wo Milliarden Sonnen unsere Nachbarn sind.

Mit der Nachbarschaft im Weltall ist es so: Ein Raumschiff, gestartet 1977 (Voyager 2), könnte im Jahre 10 000 n. Chr. in ein anderes Sonnensystem gelangen. Zu einem nahen Nachbarstern würde die Reise auch mit den höchsten erreichbaren Geschwindigkeiten Tausende Jahre dauern. Eine Funkbotschaft zwischen unseren Welten würde Hunderte, vielleicht Tausende Jahre in einer Richtung unterwegs sein.

Das Weltall ist mit Billiarden von Sternen und Milliarden von Galaxien angefüllt, Milliarden Galaxien - und in jeder davon können Milliarden Sonnen sein. Von Galaxien sehen wir wenig, mal etwas wie eine kleine Wolke oder wie etwas Nebel: So heißt die Andromeda-Galaxie auch Andromeda-Nebel. Wir sehen die Andromeda-Galaxie, wie sie vor mehr als zwei Millionen Jahren aussah. Von dort zu uns sind es zwei Millionen Lichtjahre Entfernung.

Sehr weite Sterne erscheinen uns so, wie sie waren, lange bevor es die Erde gab. - Ein nächster Stern ist 4 Lichtjahre von uns entfernt. Wenn eine Raumsonde von der Erde zur Sonne etwa 1/2 Jahr bis zur Sonne unterwegs wäre, würde die Reise mit dieser Raumsonde zu unserem Nachbarstern in vier Lichtjahren Entfernung 150 000 Jahre dauern.

Niemand kann sich solche Dimensionen und solche Zeiträume wirklich vorstellen, auch die Astronomen nicht, die zwar mit diesen großen Zahlen rechnen und sich irgendwie daran gewöhnen, aber das ist auch alles (in Rhea Lüst, Die Wunderwelt der Sterne, Piper, München 1990 / S.129).

Vom äußersten beobachtbaren Rand des Weltalls sind es 14 Milliarden Lichtjahre. Bis zum Zentrum der Milchstraße sind es 27 000 Lichtjahre. Von einem Ende zum anderen der Milchstraße sind es 67 000 Lichtjahre. Die Milchstraße ist eine von Milliarden Galaxien.




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